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A
Altar:
Im Christentum und in anderen Religionen ein Heiligtum einer Kirche bzw. eines Tempels. In christlichen Kirchen gab es immer einen Hauptaltar oder „Hochaltar“, der im Chor aufgestellt war. In vielen größeren Kirchen, vor allem in Stadtkirchen, gab es auch Nebenaltäre, die meist an den Seitenwänden standen. In den Städten wurden diese Nebenaltäre oft von Zünften (Handwerksvereinigungen) und anderen Gruppen in der Stadt oder auch von bedeutenden und reichen Familien gestiftet. Anders als der Hauptaltar, der Gott geweiht ist, dienten die Nebenaltäre der Verehrung von Heiligen.
Archäologie / Archäologe:
Archäologie ist eine Wissenschaft, die die Geschichte anhand von Bodenfunden erforscht. Darin unterscheidet sie sich von der Geschichtswissenschaft, die vor allem mit schriftlichen Quellen wie Briefen, Verträgen und ähnlichen Textdokumenten und auch mit zeitgenössischen Darstellungen arbeitet.
Archäologen führen systematische Ausgrabungen durch, zeichnen und fotografieren die Fundstellen, sortieren und untersuchen die einzelnen Funde (z. B. Keramik, Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände), dokumentieren die Ausgrabung und die Ergebnisse und werten diese aus.
Architekt:
Bei einem Gebäude, das erhalten werden soll, aber schon sehr baufällig ist, plant er die Maßnahmen für die Restaurierung. Er untersucht das Gebäude und berechnet, welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen, damit ein verfallenes Gebäude wieder genutzt werden kann.
B
Backsteine:
Bausteine, die aus Lehm oder Ton hergestellt und im Ofen gebrannt werden, um sie hart und widerstandsfähig zu machen. In Norddeutschland sind sie seit dem Mittelalter ein sehr wichtiges Baumaterial und sogar prägend für den Baustil des Spätmittelalters, so dass man hier von der „Backsteingotik“ spricht. Sie werden auch „Ziegel“ genannt.
Barock:
Eine Stilrichtung der Kunst, Architektur, Musik und Literatur etwa von 1600 bis 1750. In der Architektur sind bewegte Formen typisch, wie vor- und zurückspringende Wände, runde Wände und Bauteile und eine dekorative Gliederung der Wand (z. B. mit Wandpfeilern und Fensternischen). An barocken Gebäuden spielen Bauschmuck und Bauskulptur eine wichtige Rolle.
Bauforscher:
Untersucht Gebäude und erforscht den ursprünglichen Zustand. Er dokumentiert alle Informationen, die er zu einem Bauwerk findet und interpretiert dann aus welcher Zeit, welche Veränderung eines Gebäudes stammt
Bischof:
Eine Bezeichnung für den Inhaber eines hohen Kirchenamtes. Er ist der Leiter der Priester bzw. Pastoren in einem bestimmten Gebiet, das „Diözese“ oder „Bistum“ genannt wird und viele kleine Gemeinden umfasst. Die evangelischen Gemeinden in Frankfurt (Oder) und der Region gehören zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die katholischen Gemeinden zum Bistum Berlin.
Blendnischen:
Die Blende ist im Bauwesen ein Bauelement, das vornehmlich der Mauerverkleidung dient. Merkmale der Blende sind die Vortäuschung eines nicht vorhandenen Bauteiles sowie das Fehlen der entsprechenden statischen Funktion.

Bosse / Bossenwerk oder Rustika:
Diese grob behauenen Steinquder an den Gebäudekanten wurden sogar schon in der Antike verwendet. Am Junkerhaus erkennt man schon von weitem die einzelnen Gebäudeteile. Das liegt v.a. daran, daß das Haus weiß und diese Bossen dunkelgrau gestrichen sind.
Diese Steinquader haben keine konstruktiven Aufgaben.

Bündelpfeiler:
Ein Bündelpfeiler ist in der Architektur eine Form der Stütze, bei der diese scheinbar aus mehreren Rundstäben zusammengesetzt ist.

C
Chor:
Ist ein Teil des Kirchenraumes, in dem der Hochaltar steht. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem antiken griechischen Theater, wo er eine Gruppe von Sängern und Tänzern meinte. Darüber hinaus bezeichnete man aber auch den Platz der Gruppe auf der Bühne mit demselben Wort. Das Wort wurde im Mittelalter für die Gruppe der Geistlichen und den Platz in der Kirche übernommen, der für ihr Gebet und ihren Chorgesang bestimmt war. Der Begriff wurde dann auf den gesamten Teil des Kirchenraumes übertragen, in dem die Geistlichen beim Gottesdienst standen. Dies war der Raum mit dem oft halbrunden oder vieleckigen Abschluss in Verlängerung des Langhauses. Das Langhaus war der Gebäudeteil, in dem sich die Gläubigen während des Gottesdienstes aufhielten.

Chorumgang:
Ein Gang, der in Verlängerung der Seitenschiffe um den Chorinnenraum herumführt Durch die Pfeiler kann man vom Umgang aus in das Innere des Chores, wo üblicherweise der Altar steht, hineinsehen.
D
Dachstuhl:
Die Konstruktion, die das Dach trägt. Früher immer und heute auch noch häufig aus Holz. Heute gibt es jedoch auch Dachkonstruktionen aus Stahl oder Stahlbeton.

Denkmal:
Denkmale sind Bauwerke und andere Dinge, die Menschen in vergangenen Zeiten geschaffen haben. Sie sind deshalb wichtig, weil sie uns etwas über frühere Epochen sagen. Ihr Erscheinungsbild gibt Auskunft über den Baustil und über Materialien und Techniken aus der Zeit, in der sie entstanden sind.
Denkmalpfleger:
Sie überwachen die Erhaltungs- oder Reparaturmaßnahmen an Denkmalen. Außerdem erfassen sie den Denkmalbestand und erstellen Gutachten und Pflegepläne.
Dreißigjähriger Krieg:
Ein Glaubenskrieg zwischen den katholischen und den protestantischen (lutherischen, reformierten) Staaten im Deutschen Reich, der sich zu einem europäischen Staatenkonflikt ausweitete. Er begann 1618 und wurde erst 1648 nach langen Verhandlungen durch den „Westfälischen Frieden“ beendet.
E
Epitaphe:
Als Epitaph wird ein Denkmal bezeichnet, dass in einer Kirche oder ihrem Umfeld angebracht ist und an einen oder mehrere Verstorbene erinnert.

Empore:
Eine tribünenähnliche Anlage im Inneren einer Kirche, an den Seiten des Langhauses oder über dem Eingang, zum Teil auch in Form eines Geschosses, das zum Kirchenraum hin offen ist. Im Mittelalter der Raum für besondere Gottesdienstbesucher, z. B. gesellschaftlich besonders hoch stehende Personen wie Fürsten und Könige.

Evangelische Kirche / evangelisch:
Die Evangelischen Kirchen Deutschlands (EKD) sind ein Zusammenschluss von lutherischen und reformierten Kirchen in Deutschland. „Evangelisch“ ist wie „protestantisch“ eine übergeordnete Bezeichnung für alle christlichen Glaubensrichtungen und Gemeinden, die sich im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert von der katholischen Kirche lossagten und unabhängig machten. Dazu gehören lutherische und reformierte aber auch andere Kirchen.
F
Fachwerk / Fachwerkhaus:
Eine Bauweise, bei der die Wände eines Hauses aus einem Holzgerüst errichtet werden. Die Freiräume zwischen den Holzbalken (Fächer, Fache, Gefache) werden mit anderen Materialien wie z. B. Lehm oder Backsteinen aufgefüllt, so dass eine geschlossene Wand entsteht. In Deutschland und Mitteleuropa eine im Mittelalter und im 16. und 17. Jahrhundert weit verbreitete Bauweise für Bürger- und Bauernhäuser.

Fassade:
Die Ansichts- oder Schauseite eines Gebäudes, meist ist es die Eingangsseite. Häufig ist diese Seite repräsentativer und dekorativer gestaltet als die anderen Seiten.
Fassung:
Die Fassung (Bemalung) bezeichnet die farbliche Gestaltung einer Skulptur, eines Reliefs, eines Bildes oder einer anderen Oberfläche, sowie auch die Belegung eines Objektes mit Edelmetallen, zum Beispiel Vergoldung.

Feldsteine:
Feldsteine wurden vor dem Vermauern meist bearbeitet, d. h. auf die richtige Größe und in die richtige Form gebracht. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurden sie zum Bauen verwendet, als alleiniges Baumaterial oder in Verbindung mit anderen Steinen, z. B. Backsteinen.

Formsteine:
Ein Baustein, der in eine besondere Form gebracht wurde, um ihn für Schmuckformen an den Wänden zu verwenden. Wie z. B. Backsteine, bei deren Herstellung der Lehm oder Ton in eine besondere Form gegeben und darin gebrannt wurde.

Friedrich Schinkel:
Karl Friedrich Schinkel (* 13. März 1781 in Neuruppin; † 9. Oktober 1841 in Berlin) war ein preußischer Architekt, Stadtplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner.
Fundament:
Der gesamte, im Boden verborgener Unterbau eines Gebäudes, der die Mauern trägt.
G
Garnisonsstadt:
Das bedeutet, dass in einer Stadt über lange Jahre hinweg Soldaten der Fürsten des Landes, z.B. des Großen Fürsten von Preußen, stationiert waren.
Gewölbe:
Gewölbe sind gebogene Raumdecken oder Deckenelemente. Sie bestehen aus Steinen, die keilförmig übereinander gesetzt werden. Sie werden oft von stützenden Bauelementen wie Pfeilern oder Säulen getragen. Es gibt verschiedene Formen, die einfachste Form ist das Tonnengewölbe (mit einer halbrunden Form). In der Gotik waren Kreuzrippengewölbe und Sterngewölbe beliebt, in denen die Rippen kreuzförmig bzw. sternenförmig angeordnet waren.

Giebel/Dreiecksgiebel:
Unter einem Gibel versteht man die Wandfläche, die ein Gebäude im Bereich des Daches abschließt. Hier, am oberen Ende des Mittelrisaliten spricht man von einem Dreiecksgiebel, aber es gibt sehr unterschiedliche Formen.

Glasmalerei:
Unter Glasmalerei versteht man in erster Linie die Herstellung farbiger Fenster mit bildlichen Darstellungen.

Gotik / gotisch:
Ein mittelalterlicher Kunststil in Europa, von der Mitte des 12. Jahrhunderts (in Deutschland erst nach 1230) bis zum Anfang des 16. Jahrhundert. Typische Merkmale der gotischen Baukunst sind sehr hohe Räume, spitzbogenförmige Fenster und Türen und spitze Gewölbeformen mit Rippen im Innenraum. Um möglichst dünne Mauern mit großen Fenstern bauen zu können, wurden die Mauern von außen durch Strebepfeiler gestützt.

Grundmauern:
Bezeichnet den unteren Teil der Mauern eines Gebäudes. In der Regel unterbrach man früher den Bau nach der Fertigstellung der Grundmauern eine Weile, damit sich die Mauern „setzen“ konnten, d. h. fest in den Boden sinken konnten, bevor man weiterbaute.
Hallenkirche:
Die Hallenkirche ist ein Bautyp, dessen Schiffe von gleicher oder annähernd gleicher Höhe und meist unter einem gemeinsamen Satteldach vereinigt sind. Neben der Saalkirche, der Basilika und dem Zentralbau bildet er einen der vier Grundtypen des christlichen Kirchenbaus.
Hanse:
Das Kaufmanns- und Städtebündnis der Hanse ist eine Schutzvereinigung zwischen Städten. Es bestand im frühen Mittelalter bis etwa 1669, mit zeitweise bis zu 300 Mitgliedern (See- und Binnenstädte). Die Vereinigung hatte das Ziel Handelwege zu sichern und den Handel zu fördern, Waren auszutauschen und die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Städte zu vertreten.
K
Kanzel:
Aus Holz bestehender oder gemauerter erhöhter Einbau im Innenraum einer Kirche, der dem Priester als Standort bei den Predigten dient. Zur Kanzel gehören eine Treppe und ein oberhalb der Kanzel angebrachter „Kanzeldeckel“. Kanzeln sind häufig geschmückt, z. B. durch Malereien, Reliefs und kleine Skulpturen
Kirchenschiff:
Als Kirchenschiff bezeichnet man den zentralen Raum von Kirchen bzw. zentrale Räume, wenn der Kirchenraum durch Säulen oder Pfeiler in mehrere Bereiche getrennt ist. So gibt es ein Mittelschiff und Seitenschiffe.
Katholische Kirche:
Der Begriff „katholisch“ bezeichnet eine christliche Glaubensrichtung. Der Begriff „katholische Kirche“ meint meist die römisch-katholische Kirche, die nach ihrem Selbstverständnis von Jesus Christus selbst gestiftet wurde. Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ist der Papst, der im Vatikan in Rom residiert. Der Apostel Petrus war der erste Bischof Roms und damit der erste Papst.
Kronleuchter/Luster:
Durch die vielen Kerzen und die geschliffenen Kristalle an solchen Lampen, konnte man, auch als es noch kein elektrisches Licht gab, große Räume schon hell beleuchten.

Kunsthistoriker:
Sie sammeln, dokumentieren und interpretieren. Sie begutachten und bewerten die Bedeutung von Denkmalen.
L
Langhaus:
Das Langhaus hat in der Regel den Grundriss eines meist lang gestreckten Rechtecks, im Querschnitt kann es aus einem, drei oder fünf Schiffen bestehen. Bei mehreren Schiffen wird ein breiteres zentrales Mittelschiff beidseitig und in ganzer Länge von je einem oder zwei schmaleren Seitenschiffen flankiert.

Lennépark (Bürgerpark):
Der Lennépark in Frankfurt (Oder) ist der zweitälteste Bürgerpark Deutschlands. Ein Bürgerpark ist für alle Bürger und Einwohner der Stadt frei zugänglich. Er ist von Peter Joseph Lenné geplant worden. Zwischen 1835 und 1845 wurde er im „englischen Stil“, also als Landschaftspark, angelegt.
M
Maßwerk:
Mit Maßwerk bezeichnet man in der Architektur kleinteilige Steinmetzarbeiten als flächige Dekoration von Fenstern, Balustraden und geöffneten Wänden. Das Maßwerk besteht aus geometrischen Mustern, die als Steinprofil umgesetzt werden, wobei der Stein komplett durchbrochen wird.

Marktplatz:
Ein Platz in einer Stadt, auf dem der Markt stattfand. Er ist der Mittelpunkt der mittelalterlichen Stadt. Das Abhalten eines Marktes war an die Verleihung des Marktrechts durch einen Herrscher gebunden. Das Marktrecht war damit ein wichtiges Recht für die mittelalterlichen Städte. Der wichtigste Marktplatz war meist beim Rathaus.

Messe:
Eine Messe ist im Vergleich zu einem Wochenmarkt oder zum Jahrmarkt von größerer, überregionaler Bedeutung für die Stadt. An mehreren Tagen (bis zu 11 Tagen) konnten Hersteller und Verkäufer ihre Waren oder auch ihre Dienste zur Schau stellen, erläutern und natürlich verkaufen.
Mittelalter:
Der Zeitraum zwischen der Antike und der Neuzeit, der sich zeitlich allerdings nur ungenau abgrenzen lässt. Eine grobe Einteilung: etwa vom 4. – 6. Jahrhundert (Völkerwanderungszeit) bis um 1500 (wichtige Daten: 1492 Entdeckung Amerikas, 1517 Beginn der Reformation, um 1450 Erfindung des Buchdrucks). Geprägt ist das Mittelalter durch die Grundherrschaft und das Lehnswesen (Adlige wurden durch den Herrscher mit Land belehnt; das Land wurde durch Bauern bearbeitet, die vom Adligen abhängig waren).
Seit dem 12. und 13. Jahrhundert entwickelten sich die Städte und das Bürgertum. Diese erstarkten immer mehr und spielten eine wachsende Rolle in der Landespolitik. Auch die Stadt Frankfurt (Oder) entstand im 13. Jahrhundert und war im Mittelalter sehr bedeutend.
Neugotik:
Eine Richtung der Baukunst im 19. Jahrhundert, die sich stark an der gotischen Baukunst des Mittelalters orientierte und deren Merkmale (Spitzbögen, Gewölbe, Strebepfeiler) wieder aufgriff. Die ersten neugotischen Gebäude wurden schon im 18. Jahrhundert und zuerst in England gebaut. Der Stil setzte sich aber erst nach 1820 durch. Bis um 1900 wurden viele Kirchen, Schlösser und Landhäuser, Rathäuser und andere öffentliche Gebäude im neugotischen Stil gebaut oder umgebaut.
Niederlagsrecht:
Das war im Mittelalter das Recht einer Stadt, von durchziehenden Kaufleuten zu verlangen, dass sie ihre Waren in der Stadt für einen bestimmten Zeitraum abluden, „niederlegten“ und zum Verkauf anboten.
O
Ökumenisch/ Ökumene:
Das Wort „Ökumene“ stammt aus dem Griechischen und bezeichnet die gesamte bewohnte Welt. Als christlich-religiöser Begriff bezeichnet „Ökumene“ die gesamte Christenheit als Ganzes. Mit „ökumenisch“ beschreibt man heute die Bestrebungen nach Einigung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen christlichen Kirchen und Glaubensrichtungen. Ein „ökumenischer“ Gottesdienst ist also ein Gottesdienst für katholische, evangelische und alle anderen Christen.
Orgel:
Eine Orgel ist meist ein großes, fest eingebautes Musikinstrument. Die Töne werden über Pfeifen erzeugt, in die mit Hilfe von Blasebälgen Luft geblasen wird. Gesteuert wird dies über Tasten und Pedale.
P
Pfarrkirche:
Die Kirche einer Pfarrgemeinde, das heißt einer Gemeinschaft von Gläubigen, die von einem Pfarrer (Priester) betreut wird. Der Begriff wird verwendet, um eine einfache Gemeindekirche z. B. von der Kirche eines Klosters (Klosterkirche) oder der Kirche eines Bischofs (Kathedrale / Dom) zu unterscheiden.
Pfeiler:
Ein Pfeiler ist eine senkrechte Stütze und hat eine tragende Funktion. Er kann sowohl frei (innerhalb eines Gebäudes als Stütze) stehen, als auch direkt vor einer Mauer stehen, sie also stützen.
Portal:
Mit Architekturelementen und Bauschmuck besonders dekorativ gestalteter, häufig großer Eingang eines Gebäudes. Meist der Haupteingang eines Gebäudes, es gibt aber auch Seitenportale.

Putz:
Mörtelmasse, mit der die Wände eines Bauwerks außen und innen überstrichen („verputzt“) werden. Der Putz dient dem Schutz des Mauerwerks (z. B. vor Wasser) und erfüllt als glatte oder mit einer besonderen Struktur versehene Oberfläche auch dekorative Zwecke.
Q
Querhaus:
Das Querschiff bezeichnet das in rechtwinkliger Position zum Langhaus verlaufende kleinere Schiff. Dieses ist meist vor dem Übergang zum Chor angelegt und bildet so im Grundriss eine Kreuzform.
R
Rathaus:
Ein Rathaus ist ein meist repräsentatives Gebäude und (Haupt-)Verwaltungssitz der Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Es ist Sitzungs- und Tagungsort des Gemeinde- oder Stadtrates. In den Stadtstaaten dient es auch als Sitz des Landesparlamentes.
Reformierte Kirche:
Das ist eine christliche Glaubensrichtung. Die Bezeichnung „reformiert“ verwendete man ursprünglich noch für alle Kirchengemeinschaften, die sich während der Reformation im 16. Jahrhundert von der katholischen Kirche abspalteten. Die Anhänger des Reformators Martin Luther bezeichnete man jedoch bald als „lutherisch“, während der Begriff „reformiert“ für die anderen Gemeinden verwendet wurde, die sich hauptsächlich an den Lehren der Schweizer Reformatoren (Calvin, Zwingli) orientierten.
Renaissance:
Die Zeitepoche in Europa vom Beginn des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Baukunst der Renaissance ist gekennzeichnet durch eine gute Strukturierung und durchdachte Proportionen. Sie besteht aus wenigen klaren geometrischen Grundformen: Kreis, Quadrat und Rechteck im Grundriss; Kugel, Halbkugel, Würfel, Quader und Zylinder im Bauvolumen. Diese Grundformen werden ergänzt durch Elemente der antiken römischen Architektur: Säulen, Pilastern und Kapitellen, Triumphbögen und Säle mit Kuppeln.

Restauratoren und Handwerker:
Sie erhalten, pflegen und erneuern Denkmale oder stellen sie wieder her, so dass diese weiterhin für uns bestehen bleiben.
Restaurierung:
Eine gezielte und wissenschaftliche Maßnahme zum Erhalt von Kunst- und Kulturgut (Bauwerken, Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstwerken, kunstgewerblichen Gegenständen wie z. B. Möbeln, Handschriften und anderem Archivgut u. a.). Restauratoren erforschen die in der Vergangenheit angewandte künstlerischen Techniken und Materialien und entwickeln auf dieser Basis geeignete Mittel und Methoden für die Restaurierung. Sie müssen sich in dabei auch intensiv mit der Geschichte der Objekte auseinandersetzen.
Rippen:
Das sind stabförmige Verstärkungen im Mauerwerk, die die Last der Gewölbe aufnehmen und nach unten ableiten. Neben dieser statischen Funktion dienten sie auch dem Schmuck und waren besonders im Spätmittelalter zu dekorativen Formen wie z. B. Sternen gestaltet und häufig farbig bemalt.

Risalit:
Gebäudeteil, der in der ganzen Höhe, also bis zum Dach etwas hervorsteht und dadurch betont wird. Das Wort kommt aus dem italienischen (risalto) und bedeutet Vorsprung. Am Junkerhaus spricht man von einem Mittelrisaliten, da hier der mittlere Gebäudeteil etwas hervorsteht.

Rundbogen:
Bezeichnet den Bogen in Form eines Halbkreises. Fenster und Türen mit rundbogenförmigen Abschluss sind z. B. typisch für die Stilphase vor der Gotik: der Romanik.
S
Säule:
Bezeichnet eine freistehende Stütze aus Holz, Stein, Ziegel oder Metall mit rundem Querschnitt.
Sakristei:
Ein Nebenraum in einer Kirche, in der Nähe des Chores, in dem Priestergewänder und für den Gottesdienst benötigte Gegenstände aufbewahrt wurden.

Scharren:
Das Wort Scharren stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet etwa Tisch oder Bank. Als Scharren bezeichnete man in Frankfurt (Oder) die Verkaufsstände oder auch Marktbuden, die sich seit dem Mittelalter an der westlichen Längsseite und an den Giebelseiten des Rathauses befanden. Sie waren aus Holz, später auch aus Stein gebaut und wurden 1864 abgerissen. Der Name der Großen Scharrnstraße, die am Markt entlang führt, weißt auf die Scharren hin.
Sockel:
Der Unterbau eines Gebäudes, eines Bauteils, einer Skulptur oder eines Denkmals
Spitzbogen:
Ein Bogen, der aus zwei Teilen besteht, die oben in der Mitte in einer Spitze zusammentreffen. Fenster und Türen mit Spitzbögen sind ein typisches Merkmal der Gotik.

Sprossenfenster:
Früher war es noch nicht möglich große Glasscheiben herzustellen. Weil man aber nicht auf große Fensterflächen verzichten wollte, hat man mehrere kleine Scheiben durch Holz- oder Bleisprossen miteinander verbunden.
Selbst als es möglich war große Glasfenster herzustellen hat man gerne aus stilistischen GRünden weiterhin Sprossenfenster gebaut.

Strebepfeiler:
Sind meist vorstehende, tragende Elemente an den Außenmauern von Gebäuden, vor allem bei gotischen Kirchen. Sie tragen den seitlichen Druck der Gewölbe im Inneren und dienen zur Verstärkung der Wand, die man möglichst dünn bauen und mit großen Fensterflächen versehen wollte.
Stuck:
Stuck ist eine Technik für die Gestaltung von Innenräumen oder Fassaden. Die Stuckmasse wird aus Sand, Gips und Kalk in verschienenen Schichten aufgetragen und dann fein überarbeitet.

Stuckputto:
Eine Putte (oder ein Putto = italienisch für Knäblein) wird in der Kunst eine Kindergestalt genannt. Meist ist sie nackt und manchmal hat sie kleine Flügel.

T
Triptychon:
Das Triptychon ist ein dreigeteiltes Gemälde. Es besteht aus einer Mitteltafel und zwei meist schmaleren Flügeln.
U
Universität Viadrina:
Viadrina (lateinisch) heißt übersetzt übrigens, die an der Oder gelegene.

V
Vierung:
Unter Vierung wird im Kirchenbau der Raum bezeichnet, der beim Zusammentreffen des Haupt- und Querschiffes einer Kirche entsteht. Die Vierung trennt mit kreuzförmigen Grundriss den Chor vom Langhaus.
W
Wappen:
Ein Wappen ist ein bleibendes (erbliches), nach bestimmten Regeln erstelltes Zeichen in Form eines Schildes für eine Person, Familie, Personengruppe, Organisationen und Gemeinwesen wie Gemeinden, Länder, Staaten. Es beruht in seiner Form auf den ritterlichen Schutzschilden.

Wegezwang und Niederlagerecht:
Durch den so genannten Wegezwang mussten die fremden Kaufleute ihre Route durch eine bestimmte Stadt nehmen. Und auf Grund des Niederlagerechtes waren sie verpflichtet ihre Waren über drei Sonnenuntergänge in dieser Stadt zum Kauf anzubieten. (Es war auch möglich sich von diesen Bestimmungen durch Geld freizukaufen.)
Z
Zinnenkranz:
Die Zinne ist ein gemauerter Aufsatz auf einer Mauer. In ihrer ursprünglichen Funktion diente die ungefähr mannshohe Zinne dazu, einen dahinter auf einem Wehrgang oder einer Wehrplattform stehenden Verteidiger Deckung gegen feindliche Fernwaffen zu geben. Wenn eine Mauer auf ihrer gesamten Länge mit Zinnen besetzt ist, spricht man von einem Zinnenkranz.

